Podiumsdiskussion

Aktuelles Podium München 2013

Sich selbst verwirklichen oder die Welt verändern?
Das Grundbedürfnis aller Menschen ist es anscheinend, glücklich zu sein. Dafür sind die meisten auch bereit etwas zu tun, sich in jene Richtung zu bewegen, wo es uns hinzieht. Und es zieht uns doch zu uns selber. Es gibt wohl niemanden, der noch nicht die Erfahrung erlebt hat, total glücklich zu sein, wenn er sich wirklich, ureigen als sich selbst erfahren hat. Also die ganze Aufmerksamkeit dahin bringen, sich selbst zu verwirklichen, wir selbst zu sein?
Aber wir leben nicht im Vakuum, sondern als Teil eines Ganzen, in Verbundenheit oder auch als separate Einheit, je nachdem, wie wir es gerade wahrnehmen, in einer Umwelt, mit anderen Menschen, in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen, nach Moral und gesetzlicher Ordnung – alles bestimmt mit, wie wir leben und dabei glücklich sind. Und all dies können wir in einem bestimmten Rahmen mitgestalten, können versuchen, es so umzuformen, dass es uns unterstützt glücklich zu sein. Also doch besser die Welt verändern? Oder beides, nach innen schauen und die Welt im Außen optimieren? Oder je nachdem, wozu gerade der Impuls dazu aufsteigt?
Und wie beeinflusst eine Ausrichtung nach innen meine Welt im Außen? Wirken meine Energie und Ausstrahlung nicht auch auf meine Mitmenschen und meine Umwelt – auch ganz ohne ein Tun meinerseits? Steht innerer Frieden in Wechselwirkung mit äußerem Frieden? Ja sogar mit dem Weltfrieden?
Oder von einem absoluten Standpunkt aus gesehen, gibt es die Welt im Außen überhaupt? Vielleicht nur als Projektion meiner Innenwelt? Oder durch meine Ich-Identifikation nur verschleiert und verschwommen wahrgenommen, gar nicht der Realität entsprechend?
In unserer Gesprächsrunde werden die Teilnehmer Gelegenheit haben, ihre Antworten auf diese Fragen zu präsentieren – und sich selber in ihrer Präsenz zeigen, was ja auch schon eine Antwort sein kann. Und natürlich wollen wir auch die Fragen aus dem Publikum zu diesem Thema beantworten.